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Mit dem Ende der Besetzung war auch Tschengaliens Arbeitsmarkt am Ende. Da in diesen Breiten Landwirtschaft annähernd unmöglich ist (an der Südküste gibt es ca. drei Sonnenmonate im Jahr), lebt die Bevölkerung seit Generationen mehr vom Fischfang als von Ackerbau und Viehzucht.

Seit 1995 ist die Fischerei mit 2.000 direkt Beschäftigten der größte Arbeitgeber des Landes. Der zweitgrößte Brötchengeber des Landes sind die weltweit einzigartigen Distilltridschijs von Otschkronkij. In diesem lukrativen Industriezweig arbeiten rund 600 Beschäftigte.

distilltridschijs

Tourismus kennt das Land kaum, obwohl es nahe der Haupstadt Kolgujewgrad mit dem "Minim Grolzschki Aerodrom" einen Flughafen mit Zulassung für Flugzeuge der Airbusklasse gibt. Dieser ist ein ehemaliger Militärflughafen, wurde jedoch im Rahmen des Abzugs der russischen Truppen im Jahre 1993 zur zivilen Nutzung an das tschengalische Volk übergeben. Da die staatliche Luftfahrtgesellschaft "TSCHENGALOFLOT" unter der Leitung von Flugminister Otschki Poljotschki lediglich aus 3 Maschinen vom Typ AN-140 des russischen Herstellers Antonov besteht, wird das "Minim Grolzschki Aerodrom" jedoch hauptsächlich zum Umschlag von Konsumgütern benutzt.

an140

Dabei kommt den Tschengalen der durch die Unabhängigkeit von Russland entstandene Status als Freihandelszone zugute, durch die Russen in Tschengalien zollfrei einkaufen können. 15 Fähren laufen pro Tag die Insel an. Diese Einkaufsfahrten werden von Tschengalien aus organisiert und sind Butterfahrten vergleichbar.